Auto.At   20.5.2024 15:10    |    Benutzerkonto
contator.net » Auto » Auto.At » Magazin » Kurzmeldungen  
 

Wir brauchen Cookies, siehe unsere Datenschutzerklärung.















Neueste Artikel

Billiger grüner Wasserstoff
BMW ändert Namen mit neuer Klasse
Weitere 500 Kündigungen bei Magna
Frontera und neues Opel-Design
Medizinische Kontrolle des Fahrers
Gefährlich: Frauen im Auto unsicherWegweiser...
Audi ändert Namensschema
150 Mio. $ für Fisker
Wiener Öffis versuchen es mit WasserstoffWegweiser...
Zupf di, zupf di
mehr...








Anleitung: Ladesäulen in Wien


Aktuelle Highlights

VW Golf GTI 2024



Querverweise
Gebrauchtwagen Wert

 
Auto.At Kurzmeldungen
Service  22.04.2022 (Archiv)

Klima: Physik statt Politik gefragt

Die Elektromobilität wird im Zeitraum bis 2030 noch zu keiner nennenswerten Treibhausgasminderung führen. Diese Prognose vertreten jetzt 175 Wissenschaftlerinnern und Wissenschaftler in einem offenen Brief an das EU-Parlament und den EU-Rat.

Sie verlangen eine offene Diskussion mit dem Hinweise auf Technologien, die sofort Einfluss auf das Klima nehmen können und gleichzeitig die Abhängigkeit von Öl- oder Gasimporten verringen.

Klimaschutz braucht Innovation. Dafür stehen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den unterschiedlichsten Bereichen: „Innovationen gedeihen nur auf dem Boden der Technologieoffenheit, die wir bei den geplanten Änderungen der gesetzlichen Regelungen zum Klimaschutz im Verkehr vermissen', betonen die beiden Initiatoren, Prof. Dr.-Ing. Thomas Willner von der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg, und Dr. Armin Günther von der Air Liquide Global E&C Solutions Deutschland GmbH in Frankfurt am Main.

Angesichts des enormen und immer größer werdenden Zeitdrucks könne man sich Versäumnisse und Fehler beim Klimaschutz nicht mehr leisten, heißt es in dem offenen Brief. Klimaschutzmaßnahmen müssten unmittelbar nach ihrer Umsetzung greifen. „Wir wollen daher eine breite Diskussion zu diesem Thema auf wissenschaftlicher Basis anregen und fordern eine transparente und technologieneutrale Klimaschutzpolitik, die sich an realen physischen Treibhausgasminderungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette orientiert', so Prof. Willner.

Die Wissenschaftler sind überzeugt, dass die derzeitigen Regelungen eine einseitige Förderung der Elektromobilität darstellen, die in dieser Form physikalisch nicht zu rechtfertigen sei. So würden beispielsweise in der CO2-Flottenverordnung die Elektromobilität mit null CO2-Emissionen angerechnet, während erneuerbare und andere alternative Kraftstoffe keinerlei Berücksichtigung fänden. „Dies verhindert einen fairen Wettbewerb um die besten Problemlösungen, da die tatsächlichen Treibhausgasminderungen unberücksichtigt bleiben. Das Klima reagiert nur auf reale physikalische Treibhausgasmengen und nicht auf von der Politik willkürlich festgelegte Faktoren für die Anrechnung von Maßnahmen,“ betont Prof. Willner.

Die Wissenschaftler kommen aufgrund vorliegender Studien zu dem Schluss, dass die Elektromobilität in dem für den langfristigen Erfolg oder Misserfolg des Klimaschutzes entscheidenden Zeitraum bis 2030 aller Voraussicht nach zu keiner nennenswerten Treibhausgasminderung führen wird. Zu berücksichtigen seien besonders die hohen CO2-Emissionen durch die Batteriefertigung, der noch lange bestehende hohe Anteil fossiler Energieträger an der Stromerzeugung sowie der enorme Aufwand für die Ladeinfrastruktur. Zudem binde die Elektromobilität erneuerbare Potenziale des Stromsektors im Verkehrsbereich, die dann an anderer Stelle, zum Beispiel in der Industrie, fehlen würden.

Die Forschungsgruppe um Prof. Willner sieht andere Lösungen wie nachhaltige, treibhausgaseinsparende alternative Kraftstoffe (flüssig und gasförmig, einschließlich erneuerbarem Wasserstoff, Methan und anderen), „die unserer Meinung nach weitaus effektiver sind, weil sie bei der bestehenden Flotte von mehr als 260 Millionen Fahrzeugen in der EU sofort zu echten Treibhausgasreduzierungen führen würden – ohne dass eine neue Infrastruktur erforderlich wäre.'

Die Gesetzgebung müsse dringend gleiche Wettbewerbsbedingungen für diese Optionen schaffen. Dazu gehöre parallel eine ambitionierte Zielsetzung für den Ausbau der Wasserstoff-Tankstelleninfrastruktur entlang der Hauptverkehrsadern, wie sie beispielsweise derzeit seitens der EU diskutiert wird. „Der Schlüssel zur Dekarbonisierung des Mobilitäts- und Industriesektors und zur Unterstützung der Energiesicherheit ist die Diversifizierung verschiedener erneuerbarer Pfade sowie die Weiterentwicklung neuer und die Optimierung bestehender Technologiepfade', betont Mitinitiator Dr. Armin Günther.

Dazu gehören nicht nur die derzeit auf dem Markt befindlichen Biokraftstoffe der ersten Generation, sondern auch fortschrittliche Biokraftstoffe wie HVO/Care-Diesel und andere, die aus Abfällen und Reststoffen aus der Land- und Forstwirtschaft, der Holzindustrie, der Lebensmittelindustrie und ähnlichen Bereichen hergestellt werden. Hinzu kommen Kraftstoffe auf der Basis von nicht-biogenen Abfällen wie Kunststoffen sowie strombasierte Kraftstoffe, so genannte PtX-Kraftstoffe (Power-to-X) bzw. e-Fuels, und hocheffiziente Hybride, d.h. Kraftstoffe, die sowohl auf Rest- oder Abfallstoffen als auch auf Strom basieren (z. B. abfallbasierte e-Fuels).

Reine e-Fuels könnten beispielsweise in Ländern mit einem Überschuss an erneuerbaren Energien hergestellt und nach Europa importiert werden. Das benötigte Kohlendioxid könnte aus verschiedenen Quellen, sogar direkt aus der Luft, abgeschieden werden. Mit der Einführung solcher Kraftstoffe neben Wasserstoff hätte Europa auch die Chance, einen Beitrag zur Deckung seines sehr hohen Energieimportbedarfs auf Basis erneuerbarer Energien zu leisten. Außerdem würde dies die für den Klimaschutz dringend notwendige internationale Zusammenarbeit voranbringen. Denn Klimaschutz ist eine Aufgabe, die nur global gelöst werden kann.

ampnet/aum/red

Ihre Meinung dazu? Schreiben Sie hier!

#Klima #CO2 #Umwelt #Erderwärmung #Sprit #Energie



Newsticker per eMail oder RSS/Feed!

Auch interessant!
90000km bis zum Vorteil für Elektroautos
Batteriebetriebene Elektroautos (BEV) der Kompaktklasse sind erst ab einer Laufleistung von 90.000 Kilome...

KI-Mülltrennung und Recycling
Forscher des University College London (UCL) haben eine neue Sortiertechnik entwickelt, die konventionell...

Material saugt CO2 auf
Forscher der Rice University haben einen neuen Holzwerkstoff entwickelt, der nachträglich CO2 aufnimmt un...

Innovation kommt von Respekt
Ausgewogenheit von psychologischer Sicherheit und intellektueller Ehrlichkeit stärken Innovationen in Unt...

Grüne Wirtschaft nur 5%
Was Lobbyisten als Karotte vor die Nase hängen, wenn sie Verbote für den Klimaschutz fordern, sei eine gr...

Keine Verkehrswende
Wird das Auto zum Luxusgut, das sich nur noch wenige leisten können? Eine neue Studie zeigt, wie die Zuku...

Gewessler stoppt Elektroautoförderung 2023
Die Regierung hatte bisher für den Großteil der Käufer von Elektroautos, nämlich den gewerblichen Anteil,...

Bio-Diesel aus Wasserlinsen
Aus Öl gewonnene Biokraftstoffe und andere Naturprodukte sollen künftig verstärkt von Wasserlinsen produz...

Diesel mit Wasserstoff noch sauberer
Die Umweltbilanz von Dieselmotoren lässt sich dank eines neuen Konzepts von Forschern der University of N...

Mit Tempo 100 Sprit und CO2 sparen?
Die Forderung aus grünen Medien und Aktivisten werden nicht einmal von der grünen Partei unterstützt. Tro...

Coronamasken werden zu Beton
Xianming Shi von der Washington State University hat Zement mit den textilen Fasern von Corona-Einwegschu...

Teurer Treibstoff: Wer kassiert hier ab?
Das Rohöl wurde seit Jahresbeginn je nach Berechnung um ca. 40% teurer. An der Tankstelle sind die Preise...

eFuel: Die Lügen der Grün-Lobby
Anhand des Lobbying in Deutschland zerpflückt Hans-Robert Richarz die Argumente gegen alternative Treibst...

Künstliches Blatt holt CO2 aus der Luft
Ingenieure der University of Illinois Chicago (UIC) haben ein kostengünstiges künstliches Blatt hergeste...

Grüne Geldvernichtung in der Lobau
Ein Angriff auf die Wiener (und Niederösterreicher so nebenbei) ist es im Wesentlichen, wenn Minister Gew...

Europa CO2-frei?
Die EU-Kommission hat ihre Pläne zur Bekämpfung des Klimawandels vorgestellt. Demnach soll der durchschni...

Decarbonisierung kostet 20% des Einkommens
Die europäischen Regierungen haben sich bislang darüber ausgeschwiegen, wie sich die Kosten des von ihnen...

CO2 aus der Luft filtern
Wie man nach Verbrennungen die Abluft von CO2 befreien kann, wurde in einem neuen Prozess demonstriert....

Forum: Ihre Meinung dazu!

[AufZack Talk] [Forum]     
Ins Forum dazu posten...
Betreff/Beitrag:

   






Top Klicks | Thema Service | Archiv

 

 

 


Ferrari 12cilindri


Customized 2024


GTI Fanfest 2024


AMG GT 43 Coupe


Altblechliebe 4.0


Taycan mit 1100 PS


Porsche Taycan 2024


Aston Martin Vantage

Aktuell aus den Magazinen:
 Messen Wien und Salzburg Verkauf steht bevor
 Star Wars Fan Film Abberation May the 4th be with you
 7 Mio-Jackpot Sechsfachjackpot im Lotto 6 aus 45
 EV5 Kia zeigt das SUV in Europa
 2,8 Mio. warten Dreifackjackpot in Österreich

contator.net im Überblick:
 Webnews  WebWizard | Bundesland.at | Wien-Tipp.at | NewsTicker
 Business  Journal.at | Anfrage.net | plex | Seminar.At | BizTipp
 Auto  Auto.At | TunerAuto.At | OldtimerAuto.At | AutoTalk.At | AutoGuide.At | AutoBiz.At
 Freizeit  Style.at | Famili.at | Kinofilm.at | Musical.at | heavy.at | grlz | WitzBold | Advent.At
 Shopping  anna | Shoppingcity.at | SchatzWelt Gewinnspiele | Prozente.net Gutscheine
 Community  AufZack! | Flirtparty | Player | Schmuddelecke

Rechtliches
Copyright © 2024    Impressum    Datenschutz    Kontakt    Sitemap    Wir gendern richtig!
Tripple