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Test Drive  13.02.2019 (Archiv)

Toyota C-HR Hybrid im Test

Keine Frage, dieser kompakte Toyota fällt aus dem Rahmen, und das beginnt bereits mit dem Modellnamen. „C-HR“ steht für Coupé High Rider, was wiederum eine völlig neue Silhouette im Segment der kompakten Crossover definiert.

Die Kreativen des Hauses lösten sich, wie von Konzernchef Akio Toyoda entschieden, von gängigen Linien und schufen eine neue, emotionale Formensprache, bei der Coupé- und Crossover-Elemente geschickt gemischt wurden.

Das Ergebnis sticht aus der Masse hervor: ein kompaktes SUV-Coupé mit einer flach nach hinten abfallenden Dachlinie auf dem Körper eines markant gezeichneten SUV, bei dem allein schon die selbstbewusst hervorstehenden Radhäuser zum robusten Auftritt entscheidend beitragen. Die in der C-Säule integrierten Türgriffe und der dominante Heckspoiler sowie die deutlich ansteigenden Seitenlinien runden die eigenständige Form des kompakten C-HR ab. Dabei blieb die Alltagstauglichkeit erhalten, was sich an der Kopffreiheit im Fond und dem 377 Liter fassenden Gepäckabteil zeigt.



Als Hybrid-Variante zeigt der C-HR, dass sich umweltschonende Mobilität, frisches Design und Fahrspaß durchaus kombinieren lassen. Angetrieben wird das 4,36 Meter lange SUV-Coupé von der aktuellen überarbeiteten Generation des Toyota-Hybridantriebsstrangs, bei dem die Entwickler vor allem die Fahrbarkeit des Antriebs noch einfacher und intuitiver gestalteten. Gleichzeitig wurden auch die Verbrauchswerte optimiert, sodass der C-HR im Alltagsbetrieb einen Verbrauch von rund vier Litern erreicht. Damit unterbietet er viele Plug-in-Hybrid-Modelle.

In der Stadt sind dank des dann dominierenden Elektroantriebs Werte mit einer drei vor dem Komma kein Problem. Dabei spielt der Elektroantrieb eine entscheidende Rolle, weil der C-HR bei entsprechender Fahrweise immer wieder über längere Strecken in den Elektromodus schaltet, sodass man vor allem im urbanen Verkehr meist sogar lokal emissionsfrei unterwegs ist.

Schon nach kurzer Eingewöhnung gelingt es, diese Phasen des rein elektrischen Fahrens zu verlängern, indem der Fahrer bewusst die Rekuperation der Energie beim Verzögern einsetzt und so die Batterie nachlädt. Dabei unterstützt auch das neue Energiemanagement und die neue Hybridbatterie, die über eine höhere Energiedichte verfügt und nun im Vergleich zum Vorgängersystem in der gleichen Zeit 28 Prozent mehr Energie aufnimmt. Dank dieser neuen Antriebstechnik wächst der Anteil des elektrischen Fahrbetriebs auch auf Landstraßen und der Autobahn.

Gekoppelt ist der Elektroantrieb mit einem 1,8-Liter-Vierzylinder, der wie bei allen Toyota-Hybridmodellen im Atkinson-Zyklus arbeitet. Gemeinsam entwickelt die Kombination eine Systemleistung von 122 PS (90 kW). Mit einem Wirkungsgrad von mehr als 40 Prozent erreicht der Benzinmotor den weltweit besten Wert für Benzinmotoren. Dank des weiterentwickelten Wärmerückgewinnungssystems, das die Abgase zur schnelleren Aufwärmung des Kühlkreislaufs nutzt, wird eine zusätzliche Verbrauchsreduzierung erreicht. Schaltet das System von Verbrenner auf Elektro, werden der Fahrer und seine Passagiere den Wechsel nicht bemerken. Lediglich die Darstellung im zentral platzierten Bildschirm verrät, welche Antriebsabteilung gerade die Regie übernommen hat.



Im Innenraum setzt sich die ambitionierte Kreativität der Designer fort. Das Interieur hält das Versprechen der Außenhaut, ohne dass darunter die Funktionalität leidet. Alle Bedienelemente sind ergonomisch angeordnet, und die wertigen Materialien – wie von Toyota gewohnt – sauber verarbeitet. Eine blaue Linie bringt Farbe und gute Laune ins Spiel. Sie scheint an japanische Manga-Comics erinnern zu wollen. Dank der gut konturierten Sitze werden auch längere Strecken komfortabel zurückgelegt. Und wer das optionale Audiosystem von JBL wählt, erlebt Klangwelten, die man in diesem Segment noch selten gehört hat.

Dass Hybridtechnik nicht Verzicht bedeutet, zeigt der C-HR Hybrid überzeugend, wenn dynamische Qualitäten gefordert werden. Dank des aufwendig konstruierten Fahrwerks und dem tiefen Schwerpunkt sowie der geringen Wankneigung des C-HR ist das kompakte SUV-Coupé auch auf vernachlässigten Abschnitten der Infrastruktur zuverlässig unterwegs. Chefkonstrukteur Hiroyuki Koba war mit dem C-HR während der Entwicklungsphase viel in Europa unterwegs und hat nach diesen Erfahrungen vor allem daran gearbeitet, „die Zielgenauigkeit des Fahrzeugs zu erhöhen“. Der Aufwand hat sich gelohnt.

Die Hybrid-Version es C-HR kommt bereits in der Basisversion mit dem umfangreichen Sicherheitspaket Toyota Safety Sense zu den Kunden. Dazu zählt das Pre-Collision-Saftey-System, das bei einer drohenden Kollision zunächst akustisch warnt und bei Bedarf abbremst. Die adaptive Geschwindigkeitsregelanlage hält den Sicherheitsabstand zum vorausfahrenden Fahrzeug ein, der Spurhalte-Assistent hält den C-HR auf Kurs, und der Fernlichtassistent wählt selbstständig die passende Ausleuchtung der Fahrbahn. Der Verkehrszeichen-Assistent schließlich informiert über die aktuellen Geschwindigkeitsbeschränkungen.

ampnet/red

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#Toyota #Test #Crossover



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