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Service  27.05.2014 (Archiv)

Fahrerlose Assistenzen

Der Chiphersteller Freescale will die Entwicklung von effektiveren Fahrerassistenzsystemen (FAS) vorantreiben. In Zusammenarbeit mit Neusoft und Green Hills Software arbeitet man an einer Plattform, mit der Autos sehen lernen sollen.

Mit der Plattform, deren Erstversion 2015 auf den Markt kommen soll, schielen die Unternehmen letztlich auch in Richtung fahrerloser Zukunft. 'Fortschrittliche Objekterkennuns- und -identifikationstechnologien zu kombinieren, ist ein wesentlicher Schritt, um die Brücke von FAS-Produkten der ersten Generation hin zu den autonomen Fahrzeugen von morgen zu schlagen', betont Ray Cornyn, VP für Product Management and Global Marketing des Freescale-Geschäftsbereichs Automotive MCU. Die Plattform soll als einfache Komplettlösung unter anderem die Erkennung von Fußgängern und Verkehrszeichen ermöglichen.

Fahrerassistenzsysteme, die mittels Sensoren beispielsweise sehen, ob das Auto die Spur oder den Abstand zum Vordermann hält, finden immer größere Verbreitung. Zunehmend übernehmen sie in Gefahrensituationen auch das Steuer, wie beispielsweise beim Cadillac 'Super Cruise'. Daher benötigen laut Freescale Entwickler und Designer übergabefertige Komplettsysteme, die strengen Sicherheitsstandards für den Automobilbereich genügen. Die neue Plattform setzt eben hier an und soll so Entwicklungsprozesse vereinfachen.

Umgebung abtasten und verstehen

Insbesondere ist die Lösung dazu gedacht, das automatisierte Sehen für Fahrzeuge zu verbessern. Immerhin ist das Erkennen und korrekte Bewerten von Objekten eine wichtige Basis für die optimale Funktion zunehmend autonomer FAS und langfristig fahrerloser Autos. So spricht Freescale als Anwendungsgebiet beispielsweise die Erkennung von Verkehrszeichen an. Um beispielsweise autonom auf Gefahrenzeichen reagieren zu können, muss ein Auto diese in Echtzeit als solche identifizieren.

Ab sofort bietet Freescale simulationsbasierte Evaluationsplattformen der neuen Lösung an. Im ersten Halbjahr 2015 sollen erste einbaufähige Versionen folgen. Danach ist eine Weiterentwicklung der Plattform mit neuen Features geplant, berichtet Cnet. Für 2016 ist beispielsweise die Möglichkeit vorgesehen, Bilder diverser Kameras zu kombinieren, sodass eine virtuelle Ansicht der Umgebung von oberhalb des Fahrzeugs aus entsteht. 2017 sollen dann nicht nur zusätzliche Funktionalitäten folgen. Gegen Ende des Jahres erwartet Freescale nach Angaben gegenüber dem PC Magazine, dass die ersten Fahrzeuge mit der Lösung auf den Markt kommen.

pte/red

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