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Zahlen & Daten  27.06.2012 (Archiv)

5 Mrd. Dollar für die Mafia

Nigeria muss in Folge von vermehrtem Öldiebstahl empfindliche wirtschaftliche Verluste in Milliardenhöhe hinnehmen. Shell verliert 150.000 Barrel pro Tag.

Wie Mutiu Sumonu, Managing Director bei der Shell Petroleum Development Company Nigeria kürzlich im Rahmen einer öffentlichen Anhörung vor dem Abgeordnetenhaus wissen ließ, gehen dem afrikanischen Land mit seinen reichen Erdölvorkommen pro Jahr knapp fünf Mrd. Dollar (rund vier Mrd. Euro) durch dreiste Öldiebe durch die Lappen. Das entspricht der unglaublichen Menge von 150.000 Barrel Öl, die tagtäglich über illegale Kanäle abgezweigt werden, so der Shell-Manager.

'In Ländern wie Nigeria kommt der Energiewirtschaft eine hohe Bedeutung zu. Obwohl es im Laufe der vergangenen Jahre immer wieder Initiativen gegeben hat, um das Ölgeschäft anzukurbeln, verlief die tatsächliche Entwicklung bislang eher enttäuschend', erklärt ein Insider und Branchenanalyst gegenüber pressetext. Das Problem des Öldiebstahls sei dabei nicht unbekannt und mit ein Grund dafür, warum die Situation in Nigeria für ausländische Firmen besonders schwierig bleibt. 'Mit 150.000 Barrel pro Tag wird fast so viel Öl abgezweigt, wie die bei Wien liegende Raffinerie Schwechat täglich produziert', gibt der Analyst zu bedenken.

Der Aussage von Sumonu zufolge hat sich die Tätigkeit der illegalen Ölabzweigung und -speicherung in jüngster Zeit zu einem sehr lukrativen Geschäftszweig entwickelt, der zunehmend von professionell agierenden Organisationen geplant und durchgeführt wird. Das Problem verschärfe sich zusätzlich noch dadurch, dass auch immer öfter Mitarbeiter von Ölkonzernen in die kriminellen Machenschaften verwickelt sein sollen.

pte/red

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#Nigeria #Öl #Kriminalität #Mafia


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