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26.04.2001 (Archiv)

Nein zur Ausdehnung der Kurzparkzonen

Nur Rathaus profitiert mit 180 Millionen Zusatzeinnahmen.

Eine klare Absage erteilt der ÖAMTC den Plänen des neuen Planungs- und Verkehrsstadtrates Rudolf Schicker, die Wiener Kurzparkzonen sowohl zeitlich als auch räumlich auszudehnen. Derartige Regelungen bringen keine Verbesserung der Verkehrssituation sondern fetten lediglich die Stadtkasse um rund 180 Millionen Schilling an zusätzlichen Parkscheinverkauf, Pickerl und Strafen auf.

ÖAMTC-Experte Mag. Fritz Tippel: ' Die zeitliche Ausdehnung des Parkpickerls würde der überwiegenden Mehrheit der betroffenen Bevölkerung finanzielle Nachteile, der Minderheit allerdings wohl keinen wirklichen Erfolg bringen'. Da die Mehrheit der Bewohner ihre Autos schon vor 20 Uhr im Wohnbereich abstellen, ist sicherlich kein Verständnis vorhanden für die Ausdehnung bis 22 Uhr pro Stunde und Jahr zusätzlich 132 Schilling für das Parkpickerl zu bezahlen.

Außerdem finden Späterkommende schon alleine aus diesem Grund keine Parkplätze vor. Die vorgeschlagene räumliche Ausweitung der flächendeckenden Kurzparkzonen auf Bezirke außerhalb des Gürtels ist nicht nur ein Widerspruch zu den Vorgaben des Wiener Verkehrskonzeptes sondern der erste Schritt zur Gebührenpflicht für ganz Wien.

Das Geschäft mit dem Kurzparken brachte im Vorjahr ein Rekordergebnis mit fast einer Milliarde Schilling Umsatz. Laut ÖAMTC gaben die Wienerinnen und Wiener sowie Pendler und Besucher der Bundeshauptstadt im Jahr 2000 für Kurzparken, Parkpickerl und Strafen 990 Millionen Schilling aus. Der Parkschein- und Pickerlverkauf (121 Millionen) brachte 585 Millionen Schilling und schließlich trugen noch die Parksheriffs mit über 406 Millionen Schilling Strafeinnahmen ( +94 Millionen gegenüber 1999) maßgeblich zum Traumergebnis bei.

sch

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