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Marken & Modelle  21.06.2016 (Archiv)

VW streicht viele Modelle

Die große Schlagzeile rund um die Flurbereinigung bei Volkswagen ging am Wochenende durch die Medien. 40 Modelle soll VW streichen - doch was steckt dahinter?

Volkswagen hat in den letzten Jahren viele Modelle heraus gebracht - das Baukastensystem erlaubte die Ausweitung der Modellpalette ja sehr einfach. Noch dazu hat man bei VW viele Marken im Haus, die dabei auf eine gleiche Basis zurückgreifen können. Dass heute VW, Audi, Skoda und Seat (natürlich auch weitere Marken wie Porsche...) ein nahezu vollständiges Paket an Modellen in allen Segmenten anbieten können, ist die Folge gewesen. Das bringt Probleme nicht nur durch Konkurrenz und Abgrenzungsschwierigkeiten im eigenen Haus, sondern auch Mengenlimits am Markt - schließlich teilen sich oft vier praktisch idente Angebote, in sich noch stark durch Bauweisen und Motorisierungen segmentiert, enge Märkte.

Wenn Volkswagen in der Krise nun Modelle bereinigt, ist das keine große Sache und auch kein Wunder: Man braucht klarer abgegrenzte Marken im eigenen Haus und mehr Wirtschaftlichkeit. In dem man die Marken und deren Modelle eigenständiger macht, positioniert man sie wieder unabhängig und gibt ihnen Spielraum. Dass Volkswagen im Konzern trotzdem noch alles abdecken kann, steht dabei nicht auf dem Spiel.

40 Modelle weniger aus über 300 Modellen: Hier rechnet man nicht nur jene, die einen eigenen Namen haben ('Golf'), als Streichkandidaten, sondern auch unterschiedliche Varianten darunter ('Viertürer', 'Kombi', ...). Es kann also gut sein, dass ein Seat eben nur noch mit vier Türen angeboten wird, wo sein Bruder bei Audi den Zweitürer-Markt beackert. Und ob Skoda genauso wie VW in allen Bereichen etabliert sein muss, ist da auch nicht fix. Das gilt noch mehr für die regionale Verteilung und Anpassung - viele Modelle gibt es bei uns ja gar nicht, weil sie nur für China oder die USA gemacht werden. Dass VW dabei 'nur' 40 Modelle einsparen will, ist unter der Sichtweise ein sogar eher kleines Projekt und keine große Sache. Beim Konsumenten wird man wenig davon merken, der Aufschrei aufgrund der Schlagzeilen ist nicht angebracht. Mit den neuen Modellreihen werden die Marken im VW-Konzern aber deutlich stärker positioniert werden, was den VW-Töchtern durchaus gut zu Gesicht stehen wird.

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#VW #Volkswagen #Audi #Seat #Skoda #Porsche #Marken


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