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05.07.2002 (Archiv)

Montags tankt man am günstigsten.

Preisbewusstes Tanken wird den Kraftfahrern schwer gemacht. Manchmal ändern sich die Spritpreise an den Tankstellen schon mehrmals täglich.

'Konsumentenverwirrung scheint das Motto hinter dem dauernden Auf und Ab bei der Preisgestaltung zu sein', sagt ÖAMTC-Verkehrswirtschafts-Expertin Elisabeth Brugger-Brandau.

Besonders krass sind die Preissprünge am Wochenbeginn. Immer am Montag, wenn die EU-Kommission die wöchentlichen Preiserhebungen in allen Mitgliedsländern durchführt, sinken an den heimischen Tankstellen kurzfristig die Preise - und bereits am folgenden Tag ziehen sie wieder an.

Laut Brugger Brandau ergeben die laufenden Preis-Recherchen des Clubs: 'Dieses Verwirrspiel bei der Preisgestaltung wiederholt sich im wöchentlichen Rhythmus.' Der Hintergrund: Vertreter aus Mineralölwirtschaft und Wirtschaftsministerium haben vereinbart, dass die Nettopreise in Österreich den EU-Mittelwert um maximal 0,029 Euro pro Liter nicht überschreiten. Basis dafür ist jeweils der EU-Preisvergleich zu Wochenbeginn.

Vergangenen Montag, den 1. Juli, lagen die Durchschnittspreise in Österreich für Superbenzin um 0,015 Euro und für Diesel um 0,011 Euro pro Liter niedriger als noch am Wochenende zuvor. Ab Dienstag, den 2. Juli, wurden die Preise österreichweit bei Superbenzin um durchschnittlich 0,023 Euro und bei Diesel um 0,021 Euro pro Liter wieder angehoben und damit die Grenzwerte pro Liter sowohl bei Superbenzin als auch bei Diesel überschritten.

Fazit: Trotz einer zwischenzeitlich, offenbar im Hinblick auf die EU-Spritpreis-Erhebung, erfolgten Preissenkung mussten die Kraftfahrer gegen Ende der Woche im Durchschnitt sogar mehr bezahlen als am Ende der Vorwoche. 'Wollen die Kraftfahrer aus diesem Spritpreis-Roulette Kapital schlagen, dann lautet der Tipp des ÖAMTC immer montags zu tanken', rät Brugger-Brandau.

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