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Zahlen & Daten  01.03.2022 (Archiv)

Ab heute ist Wien Kurzparkzone

Die Stadt Wien hält Nicht-Wiener mit dem Auto aus der Stadt und macht es auch den Wienern schwerer. Das System hat einige Schönheitsfehler.

Seit den grünen Verkehrspolitikern in der früheren Stadtregierung wurde auf der Straße Missgunst gesäht - nicht nur zwischen den verschiedenen Fortbewegungsmitteln sondern auch unter den Autofahrern selbst. Man definierte mangels Zustimmung in der Bevölkerung einfach einzelne Zonen als Kurzparkzone und drängte die Parkenden damit in angrenzende Gebiete. Die Lösung dort waren weitere Kurzparkzonen und das Problem wurde erneut verschoben.

Die grüne Verbots- und Polarisierungspolitik auf der Straße führte in einen Fleckerlteppich, ohne das Problem zu lösen. Gleichzeitig wurden die Kurzparkzonen nicht nur eingeführt, sondern auch mit Gebühren versehen (was nichts zur eigentlichen Intention tut, sondern nur Einnahmequellen sprudeln ließ). Mitbürger nicht nur zu ärgern sondern auch noch dafür zahlen lassen war schon eine große Leistung.

Nun wurde das Projekt auf ganz Wien ausgedehnt, statt dem Zonenmodell aber weiterhin auf Bezirke gesetzt. Man hat also nicht nur Pendler draussen gehalten, sondern auch die Wiener selbst weiterhin beschränkt. Jene, die immer dafür zahlen.

Nun gut, man möchte den Verkehr einschränken, das könnte geschafft werden. Und für Private gibt es oft Alternativen in Form des öffentlichen Verkehrs, der in Wien ja gut ausgebaut wurde (mit dem Geld der Autofahrer). Was nicht bedacht wurde ist aber, dass die Wirtschaft darunter leidet. Nicht nur, weil Mitarbeiter und Kunden einfach nicht mehr kommen, sondern auch, weil Ausnahmen von den Kurzparkregeln für die Wirtschaft streng limitiert wurden.

Nur Handwerker mit Reparaturwerkstatt im Auto werden es schaffen, länger irgendwo stehen zu können (bei gleichzeitiger Zahlung von Parkkarte und Kurzparkgebühr, also ohnehin gegen viel Geld). Der Installateur, der im Auto Werkzeug hat und Material braucht - dabei aber lange beim Kunden ist - bekommt also vermutlich eine Ausnahme von der Kurzparkregelung. In der maximalen Zeit von zwei Stunden für das Parken ist die Arbeit dort ja nicht erledigt.

Für das Bewilligen von Ausnahmen für die maximale Abstelldauer oder gar eine pauschalierbare Tagesnutzung in ganz Wien braucht es Nachweise - vom Terminkalender, Abrechnungsdaten, Fahrtenbücher etc. und die genannte Nutzung des Fahrzeuges für das Unternehmen. Für jene, die nicht laufend eine solche Nutzung nachweisen können, wird Wien keine Heimat mehr sein. Dazu gibt es viele Beispiele, eines haben wir selbst im Haus:

Wir machen Streamings bei Kunden - etwa alle zwei bis drei Wochen wird der Kombi voll gefüllt und beim Kunden ausgeräumt, dann drei Stunden Aufbau, zwei Stunden Streaming, eine Stunde Abbauzeit - das ist länger als die erlaubte Parkzeit und an ein Umparken während der Live-Arbeit ist nicht zu denken. Wenn der Kunde keine Parkplätze hat oder ein Parkhaus direkt neben dem Kunden existiert, ist das in der Praxis nicht mehr zu machen. De facto kann man diese Dienstleistung in Wien also nicht mehr seriös anbieten. Und davon gibt es viele.

Kein Wunder also, dass die Ablehnung für eine solche Lösung entsprechend groß ist. Auch wenn die Leidtragenden wieder einmal vorrangig die Wirtschaftstreibenden sind, sind die Melkkühe der Nation - die zahlenden Autofahrer - insgesamt nicht gerade froh über zusätzliche Ärgernisse. Sogar in der gesamten Bevölkerung in Wien ist die Zustimmung gering.

Der Kurier hat anläßlich der Umstellung in Wien die Bevölkerung von OGM befragen lassen und ermittelt, dass nur 49% der Wiener der Parkraumbewirtschaftung zustimmen. Insbesondere in den neu besteuerten Bezirken die Ablehnung am größten. Interessanter Weise quer über alle Parteien hinweg, mit Ausnahme der Grünen, die sich das Auto-Bashing auf die Fahnen geschrieben haben. Doch selbst dort ist die Zustimmung nicht einmal bei zwei Dritteln der Wählern.

Gefragt wurde auch nach dem Bau neuer Fahrradwege und Rückbau von Straßen und Parkplätzen. Hier ist die Ablehung noch größer, 63% sind hier strikt dagegen. Nach Parteien getrennt ist das noch extremer, denn die Gesamtzahl beinhaltet auch die Grünen, die zu 91% gerne andere Verkehrsteilnehmer ärgern wollen. Auch hier ist die Tendenz in den Außenbezirken noch stärker ausgeprägt.

Für die Wiener wären tatsächliche und praktisch nutzbare Regeln besser: Kurzparkzonen für private PKW, um Pendler zum Umstieg zu bringen, machen sicher Sinn. Die können aber auch kostenlos sein, bezahlt wird ohnehin genug. Sie können auch großzügig genug sein, dass ein Einkauf oder Essen in der Stadt möglich wird - dann auch gerne gegen Einwurf von Münzen für 'Auswärtige', die sonst keine Steuern in Wien zahlen. Und es braucht generelle Ausnahmen für die Wirtschaft, um die Leistung der Stadt nicht einzuschränken - Arbeitsplätze und Steuereinnahmen braucht es schließlich, um sich die schöne Stadt leisten zu können. Was wir jedoch nicht brauchen sind die grünen Spielereien, um Fußgänger, Radler und Autofahrer gegeneinander aufzubringen.

Ihre Meinung dazu? Schreiben Sie hier!

#Kurzparkzone #Wien #Parken #Kurier #OGM #Steuern



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