Auto.At   29.2.2024 02:15    |    Benutzerkonto
contator.net » Auto » Auto.At » Magazin » Kurzmeldungen  
 

Wir brauchen Cookies, siehe unsere Datenschutzerklärung.















Neueste Artikel

Zupf di, zupf di
Dacia Spring im Sommer neu
Mini Cooper E
ATU geht auch aus Österreich weg
e-Motoren aus Steyr
China dominiert eAuto-Markt
Überwiegende Mehrheit gegen Tempo 30
VW mit günstigeren Angeboten
ChatGPT im Volkswagen
Skandal bei Daihatsu
mehr...








R5 Elektroauto


Aktuelle Highlights

Dacia Spring 2024



Querverweise
Gebrauchtwagen Wert

 
Auto.At Kurzmeldungen
Aktuell  12.08.2020 (Archiv)

Treibstoff aus Reifen

Sprit aus Abfall: Dazu werden die Reifen in Anwesenheit eines Katalysators unter Luftabschluss erhitzt.

Während Australier gehäckselte Altreifen in Verbindung mit Schutt als Unterbau von Straßen nutzen wollen, setzen Forscher der Universität des Baskenlandes auf eine Nutzung der Wertstoffe, die die Pneus enthalten.

Bei diesem Pyrolyseverfahren entsteht vor allem eine Flüssigkeit. Dazu kommen feste und gasförmige Fraktionen. Alle sind brennbar, können jedoch auch als Chemierohstoffe oder direkt verwendet werden, etwa die entstehende Kohle. Diese lässt sich als Aktivkohle nutzen oder als Ruß, der der Rohmasse neuer Reifen beigemischt wird. Die zurückbleibenden Stahlfäden aus der Karkasse lassen sich zur Herstellung neuen Stahls nutzen. Die Anteile der einzelnen Fraktionen lassen sich in gewissem Rahmen steuern, je nach den Pyrolyseparametern.

Das Team um die Recycling-Spezialistin Miriam Arabiourrutia-Gallastegui hält vor allem die flüssige Fraktion für wichtig. Ihr könne Erdöl beigemischt und in einer Raffinerie kann sie in die dort üblicherweise hergestellten Produkte umgewandelt werden. Dies sind neben Kraft- und Brennstoffen wie Diesel, Benzin, Kerosin und Heizöl vor allem Rohstoffe für die chemische Industrie. In den Pyrolysegasen sind zwar auch unbrennbare Bestandteile wie CO2, sie enthalten aber noch genügend Energie, um etwa in Motoren verbrannt zu werden, die Generatoren zur Stromerzeugung antreiben.

Die jährlich anfallenden rund 13 Mio. Tonnen Altreifen lassen sich mechanisch nur mit hohem Aufwand zerkleinern. Es gab auch Versuche, sie in flüssigen Stickstoff zu tauchen, sodass sie spröde und wie Glas zerschlagen werden können. Doch dieses Verfahren verbraucht viel Energie. Die Pyrolyse dagegen wird mit den Reifen spielend fertig und hat zudem den Vorteil, dass sie quasi doppelt genutzt werden kann. Nachdem sie über tausende Kilometern Straßen gerollt sind, werden sie nicht einfach verbrannt, sondern in Wertstoffe umgewandelt, die sonst aus Erdöl hergestellt werden. Da Reifen auch Naturkautschuk enthalten, emittiert der aus Pyrolyseöl hergestellte Treibstoff weniger CO2 als rein fossiler.

Straßen aus Reifen

Forscher der australischen RMIT University haben eine Verwendung für Bauschutt und Reifengummi gefunden, das allein in Australien im Millionen-Tonnen-Maßstab anfällt. Sie bereiten beides auf, vermischen es und setzen es als Unterbau von Straßen ein. Die Hälfte der weltweit abfallenden Abfälle bestehen aus Bauschutt, der nur teilweise wiederverwendet werden kann. Dazu kommen eine Mrd. Altreifen, für die das Gleiche gilt.

Der neue Materialmix ist genau auf die Bedürfnisse des Straßenbaus zugeschnitten. Er ist flexibler als die bisher verwendeten Werkstoffe. Daher zeigt der Asphalt, der die Oberschicht bildet, auch bei hoher Belastung weniger Risse. Die Schutt-Gummi-Mischung hat sowohl ökologische als auch technische Vorteile, sagt Mohammad Boroujeni, Doktorand des Bauingenieurswesens und Leiter der RMIT-Entwicklergruppe.

'Die traditionellen Materialien für den Unterbau von Straßen bestehen aus frischen Rohstoffen aus Steinbrüchen und Sandwerken', so Boroujeni. 'Auf dem Weg zu einer Kreislaufwirtschaft, die den kontinuierlichen Einsatz von Ressourcen unterstützt, ist unsere Mischung die richtige Wahl für bessere Straßen und eine bessere Umwelt', so der Forscher.

Straßen bestehen in den meisten Fällen aus vier Schichten. Für die unterste nehmen die Straßenbauer grobes Material, für die zweite und dritte filigranere Werkstoffe. Den Abschluss bildet Asphalt. Boroujeni glaubt, dass der neue Mix für den gesamten Unterbau eingesetzt werden kann. Das bedeutete eine erhebliche Verkürzung der Bauzeit und vereinfachte Transporte.

Tests haben bereits gezeigt, dass das Material auf hohe Belastung, Säuren und das Eindringen von Wasser souverän reagiert. Das Team setzte speziell entwickelte Maschinen ein, die hohe Belastungen gewissermaßen im Zeitraffer simulierten. Sie veränderten auch die Mischung, vor allem die Körnung der Gummiteilchen, bis sie das belastbarste Material gefunden hatten.

'Die Entwicklung neuer und innovativer Verwendungen für unsere recycelten Materialien ist von entscheidender Bedeutung', unterstreicht Professor Jie Li, Boroujenis Doktorvater. Mit dem Unterbau von Straßen will er es also nicht bewenden lassen, weil der Bedarf nicht ausreicht, um alles zu recyceln, was anfällt.

pte/red

Ihre Meinung dazu? Schreiben Sie hier!

#Reifen #Abfall #Recycling #Treibstoff #Energie



Newsticker per eMail oder RSS/Feed!

Auch interessant!
Kreislauf im Wettbewerb
Systeme der erweiterten Herstellerverantwortung (EPR) schneiden tendenziell besser ab, wenn es Konkurrenz...

Neue Kat-Technik für saubere Motoren
Industrielle Abgase lassen sich künftig effektiver von ätzenden Stickoxiden befreien. Selbst kalte Diesel...

CO2 aus der Luft filtern
Wie man nach Verbrennungen die Abluft von CO2 befreien kann, wurde in einem neuen Prozess demonstriert....

Corona tötet grüne Investitionen
Klimavorteile etwa durch weniger Flugverkehr sind der Silberstreif am Horizont der COVID-19-Pandemie, doc...

Benziner noch stark optimierbar
Forscher des Pacific Northwest National Laboratory (PNNL) haben ein Verfahren entwickelt, das Benzinmoto...

Treibstoff bleibt billiger
Angesichts der weltweiten Coronakrise und der einbrechenden Rohölnotierungen geben die Spritpreise an den...

1,6% CO2 durch dicke Menschen
Menschen mit Übergewicht oder Fettleibigkeit leisten einen erheblichen Beitrag zur globalen Klimaveränder...

Methanol aus CO2
Forscher der ETH Zürich (ETHZ) haben zusammen mit dem Experten des französischen Mineralölunternehmens ...

Ökodiesel aus Solarzellen
Das zum Nationalen Forschungsrat CNR gehörende Istituto di Chimica dei Composti Organometallici hat ein ...

Biosprit durch Mikroorganismen
Zucker, der in großen Mengen in Pflanzen aller Art steckt, lässt sich zur Herstellung von Treibstoffen un...

Treibstoff aus Plastikmüll
Forscher der Washington State University haben ausgediente Plastikflaschen und anderen Kunststoffmüll in...

Forum: Ihre Meinung dazu!

[AufZack Talk] [Forum]     
Ins Forum dazu posten...
Betreff/Beitrag:

   






Top Klicks | Thema Aktuell | Archiv

 

 

 


Porsche Taycan 2024


Aston Martin Vantage


Ist die Domain frei?


Renault Scenic Electric


Vegan oder gesund?


Schräge Lotto-Strategie


Munter am Steuer


Q8 Facelift

Aktuell aus den Magazinen:
 Schaltjahr! Der Februar hat 29 Tage.
 ID 7 Tourer der e-Kombi von VW
 Mini Elektroauto Cooper E kommt
 6 Mio am Sonntag Fünffachjackpot in Österreich
 Events bleiben digital online und hybrid im Trend

contator.net im Überblick:
 Webnews  WebWizard | Bundesland.at | Wien-Tipp.at | NewsTicker
 Business  Journal.at | Anfrage.net | plex | Seminar.At | BizTipp
 Auto  Auto.At | TunerAuto.At | OldtimerAuto.At | AutoTalk.At | AutoGuide.At | AutoBiz.At
 Freizeit  Style.at | Famili.at | Kinofilm.at | Musical.at | heavy.at | grlz | WitzBold | Advent.At
 Shopping  anna | Shoppingcity.at | SchatzWelt Gewinnspiele | Prozente.net Gutscheine
 Community  AufZack! | Flirtparty | Player | Schmuddelecke

Rechtliches
Copyright © 2024    Impressum    Datenschutz    Kontakt    Sitemap    Wir gendern richtig!
Tripple