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Aktuell  08.03.2017 (Archiv)

China-Turbine in Genf

Techrules, ein junges Forschungs- und Entwicklungsunternehmen im Automobilsektor mit Sitz in Peking, debütiert mit dem finalen Produktionsdesign seines ersten Hybrid-Supersportwagens auf dem Genfer Auto-Salon 2017.

Mit dem Ren stellt das Unternehmen sein erstes serienreifes Fahrzeug vor und präsentiert damit das außergewöhnliche Technologiekonzept „Turbine-Recharging Electric Vehicle“ (TREV).



Das modulare Drei-Cockpit-Konzept haben die renommierten Automobildesigner Fabrizio und Giorgetto Giugiaro (GFG Style) entworfen. Ein markanter Auftritt ist sichergestellt durch das Dach im Stil einer Düsenjägerkanzel, das für den Einstieg der Insassen angehoben wird, und futuristische Elemente wie Laser-Frontscheinwerfer und LED-Rückfahrscheinwerfer mit „Starburst“-Optik.

In der traditionellen chinesischen Kultur ist „Ren“ die allererste der fünf Tugenden, die alle Chinesen von Geburt an als ihren Beitrag zur Gesellschaft betrachten. „Ren“ steht für Menschlichkeit und Güte. Der danach benannte Sportwagen besitzt ein Leichtbau-Chassis, das von dem Motorsport-Spezialisten L.M. Gianetti in Turin konstruiert wurde. Das modulare Layout erlaubt es, den Wagen mit einer, zwei oder drei Polycarbonat-Kanzeln zu konfigurieren: eine für den Renneinsatz mit Einzelfahrer, zwei in der Konfiguration „Le Mans“ mit Fahrer und Beifahrer oder drei zur Aufnahme von Fahrer und zwei Beifahrern.

Ren ist der weltweit erste serienreife Supersportwagen mit Elektroantrieb und dem TREV-System, das bereits vor einem Jahr in Genf gezeigt worden war. Die Flaggschiffversion – mit einer Batteriekapazität von 25 kWh und zwei Motoren vorn und vier Motoren im Heck – liefert eine Höchstleistung von 960 kW / 1303 PS mit einer Reichweite von 1170 Kilometern aus 80 Litern Dieselkraftstoff. Die angestrebte Reichweite mit reinem Elektroantrieb beträgt 200 Kilometer.



Keine der Oberflächen wird allein nach stilistischen Überlegungen geformt, alle Linien im Oberflächenverlauf haben einen aerodynamischen Zweck. Am Heck sind auch die Turbinen – eine, zwei oder drei, je nach Fahrzeugvariante – unter der Polycarbonat-Schale zur Schau gestellt. Die Turbinenabgase entweichen durch große, futuristisch anmutende Öffnungen im Heck – diese sind eingefasst von LED-Rückfahrscheinwerfern, die einen lebendigen „Starburst“-Effekt erzeugen.

Im Gegensatz zu vielen früher entwickelten Turbinen-Antriebssystemen gibt es im normalen Betrieb keine direkte elektrische Einspeisung vom Generator zu den Elektromotoren. Nur bei erschöpfter Batterie kann die Turbine zum Antreiben des Fahrzeugs genutzt werden. Der Antrieb besteht aus zwei, vier oder sechs flüssigkeitsgekühlten Axialfluss-Elektromotoren. Diese als „Pfannkuchenmotoren“ bekannten Maschinen haben im Verhältnis zu ihrer Länge einen großen Durchmesser. Damit sind sie ideal für die Verwendung im Ren, denn die Motoren bauen flach gegen die Innenseite der Kohlefaser-Bodengruppe, wo der Raum extrem knapp bemessen ist.

Die Konfiguration mit zwei Motoren und Heckantrieb hat einen Motor für jedes Hinterrad. Eine viermotorige Konfiguration treibt alle vier Räder an. Die stärkste Konfiguration mit sechs Motoren hat zwei Motoren für jedes Hinterrad und jeweils einen für jedes Vorderrad. Die Motoren treiben jedes Rad über ein speziell für das Fahrzeug entwickeltes Untersetzungsgetriebe (1:3,3) in jeder Seitenwand an.

Die Produktion des Ren soll 2018 starten, wobei Bestellungen bereits entgegengenommen werden. Eine limitierte Serie von 96 Rennversionen wird in Italien von Hand gebaut, dafür ist ein Produktionsvolumen von zehn Fahrzeugen pro Jahr vorgesehen.

ampnet/red

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#Genf #Autosalon #China #Sportwagen


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