So heißt es in einer Aussendung anläßlich des Beschlusses zur Zusammenarbeit heute. Darüber hinaus haben die beiden Unternehmensgruppen auch eine gegenseitige Kapitalbeteiligung vereinbart: Die Renault-Nissan Allianz erhält einen Anteil von 3,1% in Daimler und Daimler einen Anteil von 3,1% in Renault und ebenfalls von 3,1% in Nissan. Diese Menge an überkreuzten Beteiligungen werden in den nächsten fünf Jahren nicht verändert.
Schwerpunkte der Kooperation werden neue, gemeinsame Architekturen für Kleinwagen, gemeinsame Nutzung von äußerst verbrauchsarmen Diesel- und Benzinmotoren sowie Zusammenarbeit im Bereich der leichten Nutzfahrzeuge sein. Mit einer einmaligen Kapitalbeteiligungsstruktur wird den drei Unternehmen eine Chance eröffnet, auf Basis einer für alle Beteiligten vorteilhaften Partnerschaft, langfristig Synergien zu erörtern, abzugleichen und zu erschließen, heißt es in der Aussendung weiter.
Smart und Twingo
Die beiden Modelle werden künftig gemeinsam entwickelt und auch mit Elektroantrieb ausgerüstet. Basieren werden die beiden Modellreihen auf dem Smart. Die Motoren von Renault sollen auch bei Daimlers Kleinwagen zum Einsatz kommen - auch den 'Premium'-Wagen, was auf die kleinen Mercedes-Modelle hindeuten soll. Da allerdings in spezieller, modifizierter Form. Auch beim Vito von Mercedes soll aus dem Regal bei Renault-Nissan bedient werden.
Daimlers Motoren hingegen sollen bei Infinity, der Premium-Marke von Nissan, eingesetzt werden. Man denkt dort sogar an weitreichendere Zusammenarbeit nach. Gleiches gilt für die kleineren Nutzfahrzeuge.
Im Einkauf wollen die Partner künftig eng zusammen arbeiten. Dieter Zetsche: 'Wir stärken mit dieser Kooperation unsere Wettbewerbsfähigkeit schnell und nachhaltig.' Die Markenidentität bleibe unberührt, die Synergien betreffen nur die verborgenen Architekturen hinter den Produkten. Carlos Ghosn: 'Wir nutzen alle gemeinsamen Ressourcen noch effizienter, um die innovativen Technologien zu entwickeln, die im kommenden Jahrzehnt unerläßlich sind.'
Ergebnisse ab 2013
Die nächste Smart/Twingo-Generation soll bereits 2013 im Handel sein. Ansonsten sollen schnell durch bessere Auslastung, höhere Einheitenzahlen und gemeinsame Entwicklungen Gelder eingespart werden können. Ab 2012 soll bereits ein neuer Mercedes-Klein-LKW unterhalb der eigenen Palette entstehen, der auf Renault-Modellen basiert.
Geplant sind auch weitere Kooperationsmöglichkeiten, die sich noch finden müssen. Die Angelegenheit ist Chefsache, die Steuerung der Kooperation erfolgt durch Ghosn und Zetsche in einem gemeinsam bestückten Kommitee.