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10.07.2001 (Archiv)

Unfall-Zwischenbilanz

Trotz einer positiven Entwicklung, gibt es noch lange keinen Grund zum Jubeln.

Im ersten Halbjahr 2001 hat sich ein positiver Trend in der Unfallstatistik bemerkbar gemacht. In der Zeit von Anfang Jänner bis Ende Juni 2001 gibt es um 56 weniger Getötete (416) im Straßenverkehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres (472). Nahezu bei allen Gruppen konnte ein Rückgang bei den getöteten Verkehrsteilnehmern verzeichnet werden. Beispielsweise gab es im 1. Halbjahr 2001 48 getötete Fußgänger (Vorjahr: 58). Die meisten Rückgänge sind bei der Gruppe der Radfahrer zu verzeichnen (heuer 22, im Vorjahr waren es 37).

Doch trotz der besseren Unfallbilanz besteht kein Grund zum Jubeln. Nach wie vor liegen die Hauptursachen bei den Verkehrsunfällen mit tödlichem Ausgang bei nicht angepasster Geschwindigkeit, riskanten Überholmanövern und Vorrangverletzungen.

Leider gegenläufig ist außerdem der Trend beim Thema Alkohol am Steuer. Hier mussten sogar mehr Unfälle als im Vorjahr verzeichnet werden. Der ÖAMTC bekräftigt daher seine Forderung nach konsequenter Überwachung der bestehenden Alkohollimits.

Neben 'Alkohol am Steuer' gibt auch das Thema 'Kindersicherheit im Straßenverkehr' nach wie vor Anlass zur Sorge. So gab es zwar weniger Kinderunfälle im Straßenverkehr, es wurden weniger Kinder verletzt, aber es starben mehr Kinder als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

'Bewusstseinsbildende Maßnahmen im Hinblick auf die Verwendung von Sicherheitsgurten und Kindersicherungssystemen müssen weiterhin im Vordergrund stehen. Deshalb liegt es bei jedem Autofahrer letztlich selbst, riskante Überholmanöver zu vermeiden oder bei Übermüdung eine Rast einzulegen', wie ÖAMTC-Verkehrssicherheitsexpertin Marion Seidenberger betont.

sch

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