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10.05.2001 (Archiv)

Kein Verständnis für die Spritpreispolitik

Der Spritpreisgipfel ist noch vor der Reisewelle notwendig.

Mit der neuerlichen Erhöhung der Benzinpreise je Liter um 30 Groschen für Normalbenzin und Eurosuper und um 40 Groschen für Super Plus setzt die Mineralölwirtschaft in Österreich ihre 'konsumentenunfreundliche Preispolitik' weiter fort. Beim Erhöhen ist die Mineralölwirtschaft sehr rasch, beim Senken hingegen sehr lasch. Für die jüngste Preisentwicklung habe niemand Verständnis. Umgehend soll daher noch im Mai eine Verhandlungsrunde mit dem Wirtschaftsminister, den Vertretern der Mineralölwirtschaft, der Autofahrerclubs und der Sozialpartner zusammenkommen, um noch vor Beginn der Reisewelle zu einer Lösung im Interesse der Kraftfahrer zu kommen.

Laut Erhebung der EU-Kommission kostete am Montag ein Liter Eurosuper in Österreich netto um 31 Groschen, Diesel um 37 Groschen mehr als im EU-Durchschnitt. Die Preiserhöhungen vom Montagnachmittag sind darin jedoch noch nicht enthalten.

Ein Liter Eurosuper kostet nach der jüngsten Erhöhung maximal 14,15 ATS (1,03 Euro), Normalbenzin 13,95 ATS und Super Plus sogar 15,05 ATS. Der höchste Literpreis für Diesel liegt weiterhin unverändert bei 11,45 ATS.

Die Rohölpreise sind seit dem Herbst des Vorjahres deutlich zurückgegangen. Während ein Fass (159 Liter) Rohöl im Vorjahr noch rund 35 Dollar (39,2 Euro/540 S) gekostet habe, liege der Preis nun bei 25,60 Dollar. Das verstehen die Konsumenten nicht mehr.

Man rät daher zum genauen Preisvergleich. Bei einem Preisunterschied von zwei Schilling könne man so pro Tankfüllung (60 Liter) 120 ATS sparen. Auf das Jahr gerechnet brächte dies eine Ersparnis von mehreren tausend Schilling. Die billigsten Tankmöglichkeiten findet man im ORF Teletext Seite 433 und im Internet unter 'billig tanken'.

sch

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