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Test Drive  29.07.2015 (Archiv)

Ford Fiesta Sport im Test

Im Kleinwagensegment geht es schon seit einiger Zeit immer sportlicher zu. Ford fand im Fiesta-Programm noch Platz für eine 103 kW / 140 PS starke Version seines preisgekrönten 1,0-Liter-Dreizylinders.

Das sind 15 PS mehr als die bislang höchste Leistungsstufe, die ebenfalls auf die Zusatzbezeichnung Sport hört. Das klingt nicht nach sehr viel mehr, sorgt aber dennoch für ein hohes Maß an Fahrspaß, denn das Verhältnis von Hubraum und Leistung entspricht beispielsweise dem eines Seat Leon Cupra, dessen 2,0-Liter-Motor 280 PS mobilisiert.



Äußerlich gibt sich der kleine Sportler aus Köln mit den drei Zylindern an dem größeren Dachspoiler und den Seitenschwellern sowie dem ausgeprägteren Diffusor zu erkennen. Dach und Außenspiegelkappen tragen bei roter Karosserie Schwarz (und bei schwarzer Lackierung Rot). Die Sportsitze vorn bieten eine verlängerte Beinauflage und guten Seitenhalt. Die Füße finden ein Sportpedalerie vor, und das Lenkrad weist eine Verdickung an der Daumenposition auf , könnte aber durchaus etwas stärker ausgeformt sein. Dieses Schicksal teilt sich der Sport aber mit fast allen anderen Ford. Lichtschalter und Startknopf liegen dem Blick etwas verborgen, aber nach der ersten Ausfahrt, weiß man ja, wo sie zu finden sind. Ein Rätsel bleibt allerdings, warum die Entwickler statt des Lichtschalters die Leuchtweitenregulierung beim Fiesta nach außen gesetzt haben.

Der Dreizylinder legt sich ab knapp oberhalb 2000 Umdrehungen ordentlich ins Zeug, ssobald er das Turboloch überwunden hat. Ab 4000 Umdrehungen pro Minute (U/min) wird der Kleine dann richtig kernig. Der Tachometer protzt dabei nicht unnötig. Die Skala reicht bis 220 km/h. 205 km/h sind bei 5500 U/min locker drin und mit etwas Glück bekommt man die Nadel bei 6000 Touren auch bis an den Anschlag. Es fällt schwer, nicht den Krawallo heraushängen zu lassen. Insbesondere in engen Kehren zieht der Sport bei ungezügelter Fahrweise gerne zackig und mit quietschenden Reifen ums Eck. da juckt es einem immer wieder im Fuß, die Nachbarschaft aufzuschrecken.



Sport hin oder her, die Schaltpunktanzeige empfiehlt bereits bei rund 2000 Touren den Gangwechsel. Wir griffen in aller Regel unter normalen Bedingungen bei 2500 U/min zum Hebel, stellt der kleine Turbomotor sein maximales Drehmoment doch bereits schon bei 1400 Touren zur Verfügung. Die Fünf-Gang-Schaltung arbeitet sehr präzise. Ihr fehlt allerdings eine Sperre für den Rückwärtsgang, die Stopp-Start-Automatik funktioniert dafür recht zuverlässig.

Kritik musste sich Ford immer wieder für sein Bedienkonzept anhören. So wartet das Infotainmentsystem des Fiesta ST mit einem Meer von Knöpfen auf – 30 an der Zahl, um genau zu sein. Das klingt erdrückend viel, doch sie erschließen sich erstaunlich leicht. Vier von ihnen sind allerdings überhaupt nicht gekennzeichnet, so unter anderem die Stumm-Schalttaste.

So viel Spaß die kleine Sportskanone macht, so schnell kommt mancher potentielle Käufer ins Grübeln – für nicht einmal 1400 Euro mehr gibt es den Fiesta ST. Der bietet 42 PS zusätzlich, ist über 20 km/h schneller und 2,1 Sekunden eher auf Tempo 100.

ampnet/red

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#Ford #Kleinwagen #Test


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