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Service  06.08.2013 (Archiv)

Anti-GPS-Jammer

GPS-Jammer sind Geräte, die das von Navigationsgeräten bekannte Ortungssignal stören. Nun soll dagegen vorgegangen werden, auch wenn die Falschmeldungen über illegale Radarwarner nicht richtig sind.

Durch die Presse ging eine Fehlmeldung, die von Radarwarnern im Zusammenhang mit GPS-Jammern gesprochen hat. Das ist nicht richtig, die Geräte werden vielmehr dazu eingesetzt, nicht geortet werden zu können. Wenn Firmen ihre Fahrer jederzeit ausfindig machen können wollen und so ein 'Big Brother' im Unternehmen starten, können sich die so überwachten Fahrer mittels GPS-Jammern schützen - die Jammer stören den Ortungsdienst.

Dabei stören sie aber mitunter auch sinnvolle Anwendungen wie Navigationsgeräte. Deshalb wird die Polizei aktiver gegen solche Störsender vorgehen. Ein Anbieter hat hierzu für die USA und Großbritannien bereits eine Art 'Radarpistole' zur Erkennung von Störsendern in der Umgebung entwickelt.

Chronos Technology will den illegalen Warnsystemen endgültig den Garaus machen. Das Hightech-Gadget, das von der Größe her in etwa einem iPad gleichkommt, könnte von Beamten bald ähnlich einer Radarpistole eingesetzt werden, um vorbeifahrende Autos schnell und zuverlässig nach verbotenen Radarwarntechnologien zu scannen. Erstmals lassen sich damit die Übeltäter auch punktgenau orten, versprechen zumindest die Hersteller.

'Derzeit haben Strafverfolgungsbehörden eine Reihe verschiedener Geräte zur Verfügung, um GPS-Jammer aufspüren zu können. Die existierenden Systeme können aber lediglich die Präsenz eines Störgerätes anzeigen und nicht, wo sich dieses genau befindet', erläutert Ian Cotts, Navigation Engineer bei Chronos, gegenüber dem NewScientist die wesentliche Neuerung. Mit der hauseigenen Entwicklung, dem 'GPS Jammer Detector and Locator System', sei dies nun erstmals punktgenau möglich. 'Das Gerät schafft es sogar, ein Auto, das über einen GPS-Jammer verfügt, in einem mehrstöckigen Parkhaus zu identifizieren. Dies gilt auch dann, wenn es sich um ein portables Modell handelt, das ein Fahrer in seine Hosentasche stecken kann, wenn er sein Auto verlässt', schildert Cotts.

Wie das von Chronos entwickelte System technologisch konkret funktioniert, wird von dem britischen Unternehmen nicht verraten. Es ist allerdings sehr wahrscheinlich, dass hierbei ein spezielles Triangulierungsverfahren zum Zug kommt, mit dem sich das 1,5-Gigahertz-Signal eines herkömmlichen GPS-Jammers orten und eingrenzen lässt. Die Störgeräte sind im Web bereits ab 30 Pfund (rund 35 Euro) zu haben. Für die Anschaffung eines GPS Jammer Detector and Locator Systems werden 1.600 Pfund (rund 1.852 Euro) veranschlagt.

Laut einem aktuellen Bericht britischer Behörden stellen GPS-Jammer längst nicht nur auf den Autobahnen ein ernstzunehmendes Problem dar. Sie gelten prinzipiell als Gefahrenquelle für verschiedene GPS-basierte Technologien und Dienste. Als Beispiel wird etwa auf einen entsprechenden Zwischenfall am Newark Liberty International Airport verwiesen. An dem betreffenden Flughafen soll es im Jahr 2010 an einem einzigen Tag gleich zu zwei Störungen gekommen sein. Auch in London kam es zu Großflächigen Ausfällen bei Navigationsgeräten, Ursache dürfte ein Fahrer gewesen sein, der seine Privatsphäre schützen wollte.

red/pte

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#Navigation #GPS #Störsender #Radarwarner


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