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28.02.2006 (Archiv)

Schwanger hinters Steuer?

Wenn sich schwangere Frauen hinters Steuer setzen, tauchen etliche Fragen wie 'Schadet der Gurt dem Baby?' oder 'Müssen schwangere Frauen überhaupt angeschnallt sein?' auf. In den meisten Fällen sind die Sorgen allerdings unbegründet.

'Mit der richtigen Technik kann der Sicherheitsgurt dem Baby nicht schaden. Angurten ist ein absolutes Muss, auch in der Schwangerschaft', sagt ÖAMTC-Verkehrspsychologin Marion Seidenberger'. Die Ratschläge des ÖAMTC sollten aber dennoch beachtet werden:

  • Die Sicherung mit einem Dreipunktgurt ist für schwangere Frauen ein Muss. Der Beckengurt wird dabei ganz unten um den Bauch und über die Hüftknochen gelegt und straff gezogen. Auf keinen Fall über den Bauch spannen, da es bei einem Unfall so zu inneren Verletzungen kommen kann.
  • Der Beckengurt wird mit dem Schultergurt (oberhalb des Bauches verlaufen lassen) nochmals nachgespannt.
  • Die Sitzlehne darf nicht zu weit nach hinten geneigt sein.
  • In den ersten drei Monaten der Schwangerschaft sollte, wenn möglich, auf das Autofahren verzichtet werden. Begleiterscheinungen wie rasches Ermüden und Übelkeit werden zu einem potentiellen Risiko.
  • Ab dem vierten Monat sind die unangenehmen Begleiterscheinungen in den meisten Fällen wieder verschwunden. Hier kann aber dann der wachsende Bauch Behinderungen bei der Pedal-Bedienung verursachen. Auch hier wäre das Selberfahren zu überdenken.
  • Einparken kann mit dem dicken Schwangerschaftsbauch zu einem kräfteraubenden Unterfangen werden. Umdrehen und der Blick nach hinten stellen eine körperliche Herausforderung dar, und oft auch nahezu unmöglich.
  • Autofahren kurz vor dem Geburtstermin ist nicht ratsam. Die Wehen könnten jeden Moment einsetzen und durch den Verlust von immer mehr Fruchtwasser, steigt bei einem Unfall auch die Verletzungsgefahr des Babys an.

ÖAMTC | www

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